Spanische Hofreitschule

Lipizzanergestüt Piber

Digitalisierung des Immateriellen und Ungreifbaren!

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Projektpartner

Die Spanische Hofreitschule

Die Spanische Hofreitschule in Wien pflegt seit 450 Jahren die klassische Reitkunst in der Renaissancetradition der „Hohen Schule“ – seit 2015 immaterielles UNESCO Kulturerbe der Menschheit - und die Zucht der Lipizzanerhengste im Bundesgestüt Piber und hat sich der nachhaltigen Bewahrung ihres immateriellen als auch des materiellen Kulturerbes verschrieben.

LBI ArchPro

Das Ludwig Boltzmann Institut für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) ist ein Forschungsinstitut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und ihrer internationalen Partner, das sich der Entwicklung neuer Techniken und methodischer Konzepte für die digitale Erkundung, Dokumentation und Bewahrung des archäologischen und historischen Kulturerbes widmet.

©SRS / Rene van Bakel

Projektziele

Seit dem 12. November 2020 werden die historischen Bauwerke und die Landschaft rund um das Lipizzanergestüt in Piber von den international renommierten Wissenschaftlern des Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie mit modernster Technologie aus Österreich digital erfasst. Die gemeinsame Forschungsinitiative mit der Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule, Sonja Klima und Erwin Klissenbauer, hat zum Ziel, das immaterielle Weltkulturerbe durch die vollständige Digitalisierung zu bewahren und zur Förderung der regionalen, nationalen und europäischen Identität zu nutzen. Das Weltkulturerbe soll der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und auch nachhaltig für die folgenden Generationen gesichert werden.

Sowohl mit hochauflösenden Laserscans, Fotografien und Filmen aus der Luft, als auch am Boden wird Piber in den virtuellen Raum transformiert. Zu diesem Zweck kommen modernste, im niederösterreichischen Horn hergestellte, hochgenaue Laserscanner der Firma RIEGL Laser Measurement Systems GmbH, sowie die auch von RIEGL entwickelte High-Tech Drohne RiCOPTER, zum Einsatz.

Wie rasch ein kleines Schadfeuer unwiederbringlich jahrhundertealte Bauwerke zerstören kann, hat sich beim Brand oberhalb der Redoutensäle im Jahr 1992 in der Hofburg gezeigt. Der einzigartige Dachstuhl der Winterreitschule in der Hofburg hat nur knapp dieses dramatische Feuer überstanden. Er soll nun ebenso mit den modernsten RIEGL - Laserscannern vollständig digitalisiert werden, um dieses einzigartige Bauwerk für die Nachwelt zu sichern.

Methoden

Airborne Laserscanning (ALS)

Airborne Laserscanning (ALS)

Die moderne Drohne der Firma Riegl trägt an ihrer Unterseite einen Laserscanner und 2 Kameras. Mit dem Laserscanner wurden bereits weite Teile des Gestüts digital vermessen.

Bodenradar

Bodenradar

Im Gestüt Piber wurden vom Team des LBI ArchPro bereits Bodenradarmessungen durchgeführt.

Terrestrisches Laserscanning (TLS)

Terrestrisches Laserscanning (TLS)

Mittels eines terrestrischen Laserscanners der Firma Riegl wurde die gesamte Pfarrkirche St. Andreas bereits innen und außen dokumentiert.

Magnetik

Magnetik

Auf weiten Flächen des Gestüts wurden vom Team des LBI ArchPro motorisierte Magnetikmessungen durchgeführt.

Untersuchungsgebiet

Projektfortschritt

Aktueller Projektstatus

Um das Endresult, also ein 3D Modell der Gehöfte der spanischen Hofreitschule, zu erhalten, plant das LBI ArchPro Team in verschiedenen Schritten.

  • 01- Airborne Laser Scanning

  • 02- Terrestrisches Laser Scanning

  • 03- Datenprozessierung

  • 04- Analyse & Interpretation

  • 05- Publikation

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Drohnenstarts

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Gescannte Hektar

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Prozessierte GB Daten

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Geschossene Bilder

Beiträge

Projektvorstellung - Piber Digital

Die Spanische Hofreitschule hat gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie im Bundesgestüt Piber ein ambitioniertes Forschungsprojekt zur Digitalisierung des Kulturerbes rund um die Zucht der Lipizzaner gestartet. In diesem kurzen Video stellt Sonja Klima, Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule, das Projekt 'Piber Digital' vor.

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Kirche St.Andreas

Piber gehört zu den frühesten Pfarren der Steiermark (1066 n. Chr.) und befand sich im Besitz der steirischen Markgrafen von Eppenstein. Aus dem 11. Jahrhundert stammt der erste Kirchenbau aus Stein, welcher sich am heutigen Standort befunden haben dürfte. Der als romanische Landkirche errichtete Grundbau wurde über die Jahrhunderte mehrmals umgebaut und erweitert.

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Archäologische Prospektionsmethoden - Magnetik

Die Magnetikmessung ist bestens geeignet, um alle Arten von archäologischen Strukturen zu kartieren, die aufgrund ihrer magnetischen Abweichung vom Erdmagnetfeld Anomalien verursachen. Besonders große, zusammenhängende Freiflächen eignen sich hervorragend für die vom LBI ArchPro entwickelte motorisierte Multisensoren-Messung.

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Impressionen

Interaktive Beiträge

Pressemitteilungen

Feb 18, 2021

Piber Digital

Digitalisierung des immateriellen und materiellen kulturellen Erbes um die Zucht der Lipizzaner

Die Spanische Hofreitschule hat gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie im Bundesgestüt Piber ein ambitioniertes Forschungsprojekt zur Digitalisierung des Kulturerbes rund um die Zucht der Lipizzaner gestartet. Die Forscher des LBI ArchPro verbinden das immaterielle Kulturerbe mit dem bis heute in seiner ursprünglichsten Form erhaltenen materiellen Erbe in Piber. Bedeutende Gegenstände der vergangenen Jahrhunderte, vom Schloss Piber über die historische Reithalle bis hin zu den Laufställen für die Stuten und ihre Fohlen werden den Besucherinnen und Besuchern auf digitale Weise näher gebracht und bleiben so für die Nachwelt erhalten. Mit modernen digitalen Methoden und Techniken wird der Zugang zu diesem außergewöhnlichen Kulturerbe auch für die zukünftigen Generationen bewahrt und gesichert. In enger Zusammenarbeit mit der Hofreitschule und der Gestütsleitung entsteht ein Konzept für die Neugestaltung des bestehenden Museums und der Ausstellungsräumlichkeiten im Schloss Piber. Für die nächsten fünf Jahre ist gemeinsam mit der Wissenschaft jährlich eine große Sonderausstellung zu den historischen Reitervölkern geplant. Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation wird die Geschichte und der Einfluss der Reitervölker wie der Skythen, Hunnen, Awaren, Magyaren und Mongolen spannend erlebbar. Diese Forschungsinitiative der Spanischen Hofreitschule gibt dem Lipizzanergestüt Piber, aber auch der gesamten Region neue Impulse. Die Digitalisierung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Lipizzanerzucht und die Förderung von Wissenschaft und Forschung dienen auch dem Kulturtourismus und stärken die Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung.

Ansehen
Elisabeth Köstinger, ©2019 BMLRT/Paul Gruber

Elisabeth Köstinger

Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Dieses Projekt gibt dem Lipizzanergestüt Piber, aber auch der gesamten Region neue Impulse. Das kulturelle Erbe der Lipizzanerzucht, die Förderung von Wissenschaft und Forschung dient auch dem Kulturtourismus und stärkt die Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Mehr noch als historische Bauwerke oder Landschaften sind oft diese mündlich tradierten Traditionen und lokales Wissen identitätsstiftend für Gemeinschaften.

Hermann Schützenhöfer, ©2015 Erwin Scheriau

Hermann Schützenhöfer

Landeshauptmann der Steiermark

Dieses einzigartige Projekt wird es ermöglichen, das kulturelle Erbe um die Lipizzanerzucht gemeinsam mit wissenschaftlicher Begleitung in eine neue Dimension zu heben. Die Forscher des LBI ArchPro verbinden das immaterielle Kulturerbe der Menschheit mit dem bis heute in seiner ursprünglichsten Form erhaltenen materiellen Erbe in Piber. Bedeutende Gegenstände der vergangenen Jahrhunderte, vom Schloss Piber über die historische Reithalle bis hin zu den Laufställen für die Stuten und ihre Fohlen werden den Besucherinnen und Besuchern auf digitale Weise näher gebracht und bleiben so für die Nachwelt erhalten. Mein besonderer Dank gilt der Geschäftsführung unter Sonja Klima und Erwin Klissenbauer für diese großartige Initiative für das Bundesgestüt Piber und die gesamte Region!

Sonja Klima, © Rene van Bakel

Sonja Klima

Geschäftsführerin Spanische Hofreitschule

Die bisherigen Mythen rund um die Lipizzaner sollen der Geschichte angehören und der wissenschaftlichen authentischen Darstellung der klassischen Reitkunst und ihrer militärischen Hintergründe weichen. Wir planen für die nächsten fünf Jahre, gemeinsam mit der Wissenschaft, jährlich eine große Sonderausstellung zu den historischen Reitervölkern. Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation machen wir die Geschichte und den Einfluss der Reitervölker wie der Skythen, Hunnen, Awaren, Magyaren und Mongolen spannend erlebbar. Mit modernen Methoden und Techniken bewahren und sichern wir den Zugang zu diesem außergewöhnlichen Kulturerbe auch für die zukünftigen Generationen.

Erwin Klissenbauer, © SRS / Stefan Seelig

Erwin Klissenbauer

Geschäftsführer Spanische Hofreitschule

Mit diesem wissenschaftlichen Input wird es uns gelingen, dem kulturtouristischen Angebot in der Lipizzanerheimat Piber ein völlig neues Ausmaß auf höchstem Niveau zu geben. An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle, die die Umsetzung dieses Projektes unterstützen: der Eigentümerseite, dem Land Steiermark, der Stadtgemeinde Köflach und vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gestüts.

Wolfgang Neubauer, ©2020 Wolfgang Neubauer

Wolfgang Neubauer

Direktor LBI ArchPro

Die goldenen Pferdedarstellungen der prähistorischen Skythen, das mit Almandinen verzierte goldene Zaumzeug der Hunnen, die silbertauschierten Riementeiler und Gürtelgarnituren der Awaren und Magyaren und die Prunksättel und Brandeisen der Mongolen werden in Piber den historischen Exponaten in der geplanten Dauerausstellung im Museum, der Geschirrkammer im Schloss und in der Alten Schmiede gegenübergestellt.

Erwin Movia, ©Die Abbilderei Sajovic&Scherr GesbR

Erwin Movia

Gestütsleiter Lipizzanergestüt Piber

Zusammen mit den Forschern werden wir das Museum eng mit der Zucht und der Abstammung, also der Entstehung der wunderbaren Pferderasse im Gestüt Piber verbinden. Wir wollen den Besuchern in Zukunft einen Einblick geben in unser Alltagsleben hier in Piber. Man wird in Zukunft das Leben der Pferde verfolgen können von der Geburt über die Grundausbildung im Kindergarten in Piber bis zur Hohe Schule im Gymnasium an der Hofreitschule in Wien.

Unser Team

Wolfgang Neubauer

Wolfgang Neubauer

Projektleiter

Matthias Kucera

Matthias Kucera

Projektleiter/Drohnenpilot

Georg Zotti

Georg Zotti

Drohnenoperator/Missionsspezialist

Jona Schlegel

Jona Schlegel

GIS-Spezialistin/ Fernerkundungsexpertin

Gerhard Stüttler

Gerhard Stüttler

Drohnenpilot

Wolfgang Lobisser

Wolfgang Lobisser

Kinderausstellungs-Designer

Andreas Lenzhofer

Andreas Lenzhofer

IT/Drohnenoperator

Christina Einwögerer

Christina Einwögerer

Public Relations

Christina Zingerle

Christina Zingerle

Ausstellungskuratorin

Annemarie Steiner

Annemarie Steiner

Administration

Hanna Pietsch

Hanna Pietsch

Public Relations

Ingrid Kowatschek

Ingrid Kowatschek

Public Relations

Katharina Riederer

Katharina Riederer

Public Relations

Roland Filzwieser

Roland Filzwieser

Fernerkundung

Monika Winter

Monika Winter

Ausstellungskonzepte

Erich Nau

Erich Nau

Fernerkundung

David Ruß

David Ruß

Fernerkundung

Nikolaus Studnicka

Nikolaus Studnicka

Laserscanning Riegl

Klaus Löcker

Klaus Löcker

Fernerkundung

Hannes Schiel

Hannes Schiel

Fernerkundung

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